Hintergrund Runa

Der Tag beginnt völlig normal für Runa und ihren Vater. Sie kümmert sich um den Hof, während ihr Vater auf den Markt geht und Handel betreibt. Nebenbei bereichert er sich an Personen, um Runa und sich durchzubringen. Als er zurückkehrt, wartet Runa bereits mit dem Essen und sie reden über das Erlebte des Tages. Runa bittet ihren Vater endlich mit dem Stehlen aufzuhören, da sie Angst hat dass er eines Tages dafür gehängt werden könnte. Sie streiten sich und ihr Vater schickt sie auf ihr Zimmer. Runa läuft fort in den Wald um ihrer Wut Luft zu machen und dabei vergisst sie die Zeit. Als sie spät in der Nacht heimkehrt, sieht sie bereits in der Ferne den Hof ihres Vaters brennen. Sofort beginnt sie, vor Sorge um ihren Vater, zu rennen. Doch es ist bereits zu spät. Als sie am Hof ankommt, steht dieser bereits komplett in Flammen. Das ganze Dorf ist bereits versammelt und versucht das Feuer zu löschen. Runa sucht unter den Dorfbewohnern nach ihrem Vater, findet ihn jedoch nicht. Sie erfährt, dass er, als das Haus bereits brannte, noch einmal hineinging um sie zu suchen, da er der festen Überzeugung war, sie sei in ihrem Zimmer. Die Schuldgefühle ihren Vater getötet zu haben belasten Runa schwer und sie bricht zusammen.

Als sie erwacht findet sie sich im Bett auf dem Hof eines Nachbarn wieder. Sofort springt sie auf und rennt zu ihrem ehemaligen Heim. Sie sucht in der Asche nach ihrem Vater und findet ihn schließlich unter vielen Trümmern begraben. Weinend hält sie ihn in ihren Armen. In der Hand ihres Vaters entdeckt sie einen Stein. Auf diesem findet sie eine Karte und die Inschrift „ Für Runa“. Sie macht sich auf den Weg das Rätsel um den Stein zu lösen und findet das Versteck ihres Vaters, in dem er all die Jahre die gestohlenen Gegenstände aufbewahrt hat um sie zu verkaufen. Unter all den Gegenständen findet sie eine Holzkiste mit einer merkwürdig aussehenden Kappe darin und einen Brief. Der Brief ist von ihrem Vater an Sie.

Liebe Runa,

da ich dir die Welt unserer Götter leider nie nah genug bringen konnte, wirst du es nun auf diesem Wege erfahren müssen. Wenn du diesen Brief in den Händen hältst, werde ich tot sein und du wirst den Stein gefunden haben, den ich immer bei mir trage. Heute Morgen ist mir Hel begegnet. Sie zeigte mir die Art wie ich sterben würde, also bin ich hier her und schrieb dir diesen Brief. Die Götter mein Kind existieren wirklich und während du das liest, werde ich mich bereits auf dem Weg zu Hel befinden, welche über mein Leben richten wird. Leider werde ich vermutlich nicht nach Walhalla kommen, da ich nicht im Kampf gestorben bin und in den letzten Jahren auch nicht recht schaffend gelebt habe. Die Kappe wird dir die Wahrheit offenbaren mein Kind. Sie gehörte einst einem Zwerg, dem ich das Leben gerettet habe. Mit ihrer Hilfe bist du vor fremden Augen sicher und befähigt andere Kappenträger zu sehen. Schade ich hätte deine Mutter gern wieder gesehen. Bitte weine nicht mein Kind.

In Liebe dein Vater

Einar

Runa starrt stundenlang auf den Brief ihres Vaters, während sie abwechselnd das Dokument und dann die Kappe betrachtet. Sie nimmt die Kappe an sich und geht aus dem Versteck ihres Vaters hinaus. Stundenlang läuft sie, Gedanken verloren, durch den Wald, bis sie sich schließlich ein Herz fasst und die Kappe aufsetzt. Plötzlich wird die Welt um sie herum ganz anders, sie sieht Feen und allerlei andere Fabelwesen. Doch den größten Schock bekommt sie, als sie meilenweit entfernt einen gewaltigen Stamm vor sich sieht. Ihr Vater hatte recht, es ist alles wahr. Der riesige Baum Yggdrasil existiert wirklich. Mit dieser Erkenntnis beschließt sie, sich auf den Helweg zu begeben um ihren Vater vor den grausigen Hallen zu schützen. Sie erinnert sich an die Erzählungen ihres Vaters, der ihr damals in Geschichten diesen Weg beschrieben hat. Neun Tage dauert der Weg hinunter zu Hel. Sie verlässt die Welt Midgard und wandert den Weg an der Weltenesche entlang. Die Reise ist lang und beschwerlich. Hunger, Durst und Kälte sind ihre ständigen Begleiter und auch andere Gefahren lauern auf den Wegen. Der Weg zu Hel führt durch die tiefen dunkle Täler Riesenheims, bis sie zum Gjöllfluss gelangt. Dort muss sie die Gjöllbrücke überqueren auf der die Riesin Modgudr wacht. Diese überlistet sie mit Hilfe der Tarnkappe und schleicht sich an ihr vorbei. Nun führt sie der Weg weiter Richtung Norden bis zum Helgitter, welches sich nur für die Toten öffnet. Deshalb wartet Runa bis der nächste Tote den Weg betritt und schreitet mit ihm durch das Tor. Jetzt befindet sie sich in den Hallen von Hel. Diese bemerkt sofort den ungebetenen Gast und stellt Runa zur Rede. Diese schildert, weshalb sie sich auf den langen Weg gemacht hat und bittet um die Seele ihres Vaters, um diese nach Walhalla bringen zu können. Hel willigt ein, ihren Vater trotz seiner schweren Taten nach Walhalla ziehen zu lassen, wenn Runa bereit ist Aufgaben für sie zu erfüllen. Runa willigt sofort ein, ohne sich eine genaue Vorstellung davon zu machen, und beide besiegeln den Handel.

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Veröffentlicht in: Story

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